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AMG Trans

Internationale Spedition

Transportauftrag oder Speditionsauftrag: wichtige Klauseln zu Zuschlägen, Standgeld und Haftung

Rolle des Vertragspartners, Preis, Standgeld, Dokumente und Haftung klar vereinbaren: mit zehn Prüfpunkten, Rechenbeispiel und Vorlage für eine Preisanfrage.

Zuzanna Sarapata
Mercedes Sprinter AMG Trans

Bei der Beauftragung eines Transports muss geklärt werden, wofür der Vertragspartner verantwortlich ist und was genau der Preis umfasst. Die Bezeichnung „Speditionsauftrag“ bedeutet noch nicht, dass sich das Unternehmen ausschließlich zur Organisation verpflichtet. Entscheidend sind der Inhalt der vereinbarten Leistung und der Vertragszweck. [1]

Beförderung und Spedition in der Praxis

Der Frachtführer verpflichtet sich, Güter gegen Vergütung zu befördern. Der Spediteur erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Versand, der Entgegennahme oder der Organisation der Beförderung. Nach polnischem Recht haftet er für die Auswahl von Frachtführern und weiteren Spediteuren, es sei denn, ihn trifft bei der Auswahl kein Verschulden. Er haftet außerdem für die Erfüllung seiner eigenen organisatorischen Pflichten. Befördert er die Güter selbst, hat er zugleich die Rechte und Pflichten eines Frachtführers. [1, Artikel 774 und 794–800]

Ein Unternehmen, das eine Beförderungspflicht übernommen hat, wird nicht allein dadurch ausschließlich zum Spediteur, dass es die Fahrt an einen Subunternehmer vergibt. Bei einer Beförderung nach CMR sind auch die Bestimmungen des Übereinkommens zur Haftung für an der Ausführung beteiligte Personen relevant. [2]

Zehn Punkte, die in den Auftrag gehören

Dies ist ein praktischer Mindestumfang für die Abstimmung, keine Liste gesetzlicher Wirksamkeitsvoraussetzungen für jeden Vertrag.

  1. Parteien und Leistungsumfang: Beförderung oder Spedition, Vertretung und Unterbeauftragung.
  2. Orte: vollständige Anschriften, Länder, Reihenfolge, Tore und Referenzen.
  3. Termine: Bereitstellung der Güter, Zeitfenster, Zeitzone und Avisierung.
  4. Ladung: Art, Menge, Maße, Bruttogewicht und Verpackung.
  5. Ausrüstung und Abwicklung: Fahrzeug, Ladebordwand, Sicherung, Stapelbarkeit und Zuständigkeiten bei der Verladung.
  6. Formalitäten: ADR-Angaben, mögliche Freistellungen und Zollpflichten.
  7. Preis: Währung, in der Fracht enthaltene Kosten und umsatzsteuerliche Behandlung.
  8. Zuschläge: enthaltene Zeit, Sätze, Abrechnungseinheiten und Nachweise der Standzeit.
  9. Dokumente: CMR/POD, Format, Originale, Rechnungsanschrift und Zahlung.
  10. Änderungen und Vorfälle: Entscheidungsbefugte, Kostenfreigabe, Schäden und Versicherung.

Bei einem Transporter mit 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht bestimmt die Zahl der Palettenstellplätze nicht das zulässige Ladungsgewicht. Für die Kalkulation werden das Bruttogewicht einschließlich Paletten und Verpackung sowie die Maße jeder Einheit benötigt.

Standzeit so beschreiben, dass sie abgerechnet werden kann

Die Klausel sollte Beginn und Ende der Zeitberechnung sowie die abrechenbaren Ursachen des Wartens festlegen. Eine Ankunft vor dem vereinbarten Zeitfenster muss nicht bereits die kostenpflichtige Standzeit auslösen.

Ein Beispiel für eine zu vereinbarende Regelung

„Der Preis umfasst 60 Minuten Abfertigung an jedem Ort, gerechnet ab der Anmeldung des einsatzbereiten Fahrzeugs, frühestens jedoch ab Beginn des Zeitfensters. Weiteres Warten aus Gründen im Verantwortungsbereich des Auftraggebers oder der benannten Be- oder Entladestelle: 40 EUR netto je Stunde, minutengenau anteilig berechnet, mit Benachrichtigung und vereinbartem Zeitnachweis. Zeiten aus Gründen im Verantwortungsbereich des Frachtführers sind ausgenommen.“

Dies ist ein Beispiel und kein Tarif von AMG Trans. Bei 140 Minuten Abfertigungszeit wären 80 Minuten abrechenbar, also 53,33 EUR netto. Eine Regelung „je angefangene Stunde“ ergäbe einen anderen Betrag und bedarf einer gesonderten Vereinbarung.

Die Zeiten lassen sich durch Tor- oder Lageraufzeichnungen, POD und GPS dokumentieren. Die Unterschrift eines Lagermitarbeiters unter der Abfahrtszeit bedeutet für sich genommen nicht, dass der Kunde dem Preis zugestimmt hat. Legen Sie gesondert fest, wer einen zusätzlichen Stopp, eine Umladung oder Lagerkosten genehmigen darf.

Kurzvorlage für eine Preisanfrage

„Bitte erstellen Sie ein Angebot auf Grundlage der übermittelten Strecken- und Ladungsdaten und bestätigen Sie die Rolle des Vertragspartners sowie die Regeln für die Unterbeauftragung. Bitte nennen Sie das Fahrzeug und seine Eigenschaften, den Grundpreis, enthaltene Kosten und Abfertigungszeiten sowie die Sätze und das Nachweisverfahren für Zuschläge. Bitte erläutern Sie Avisierung, Änderungsverfahren, erforderliche Dokumente, den CMR/POD-Ablauf, Zahlungsbedingungen und Versicherungsumfang.“

Fügen Sie der Nachricht Anschriften, Zeitfenster, Anzahl der Einheiten, Maße, Bruttogewicht und besondere Anforderungen bei. Ohne diese Angaben vergleichen Sie möglicherweise Angebote mit unterschiedlichem Leistungsumfang.

Vollständige Angaben an AMG Trans senden

Senden Sie Ihre Anfrage an hello@amg-trans.eu. Die vorherige Abstimmung von Parametern und Dokumenten erleichtert die Kalkulation. Lesen Sie auch den Leitfaden zur Transportdokumentation (PL).

FAQ

Bestimmt die Bezeichnung des Auftrags die Haftung?

Nein. Zu bewerten sind die übernommenen Pflichten, die Vereinbarungen und die anwendbaren Vorschriften.

Braucht jeder Zuschlag eine neue Zustimmung?

Ist der Berechnungsmechanismus klar vereinbart, wird er nach dem Vertrag angewendet. Ein neuer Leistungsumfang oder nicht vereinbarte Kosten sollten bestätigt werden; dabei sind die Regeln zum Vorgehen bei Hindernissen zu berücksichtigen.

Kann jede Vertragsklausel die CMR ändern?

Nein. Artikel 41 begrenzt die Wirksamkeit von Bestimmungen, die gegen das Übereinkommen verstoßen. Eine Unterschrift auf einem Formular hebt diese Beschränkung nicht auf.

Quellen

[1] Polnisches Zivilgesetzbuch, Artikel 65, 774 und 794–800.

[2] CMR-Übereinkommen, Artikel 3, 14–16 und 41.